0361-7802466 mail@selbst-regulation.de
  • Facebook
  • Instagram
  • Facebook
  • Instagram
Selbstregulation
  • Home
  • Über mich
  • Kontakt
  • Blog
  • FAQ
Seite wählen

Was ist die polyvagale Theorie

Wenn das Nervensystem aus dem Gleichgewicht gerät, fühlt sich der Alltag schnell anstrengend, eng oder überfordernd an.

Genau hier setzt die Regulation des Nervensystems an. In meiner Arbeit geht es darum, dass du deine Stressreaktionen nicht nur erklärst, sondern sie im Moment erkennst, einordnest und Schritt für Schritt wieder beeinflussen kannst.

Ein hilfreicher Hintergrund dafür ist die Polyvagale Theorie nach Stephen Porges. Sie beschreibt, wie dein autonomes Nervensystem in Sekunden einschätzt, ob gerade Sicherheit da ist oder Gefahr. Diese Einschätzung läuft meist unbewusst ab. Der Körper reagiert dann automatisch, lange bevor der Verstand „nachkommt“.

Drei Zustände die dein Nervensystem kennt

Dein Nervensystem kann vereinfacht in drei Grundzustände wechseln. Das ist kein Denken, sondern ein automatisches Programm, das dich schützen will.

  1. Sicherheit und Verbundenheit
    In diesem Zustand fühlst du dich präsenter, ruhiger und kontaktfähig. Du kannst klarer denken, kommunizieren und dich regulieren. Viele nennen das auch den Zustand, in dem Lernen, Beziehung und Entwicklung möglich sind.
  2. Alarm und Aktivierung
    Wenn Gefahr wahrgenommen wird, schaltet das System in Anspannung. Herz und Atmung werden schneller, der Körper wird bereit für Aktion. Das kann sich zeigen als Unruhe, Reizbarkeit, Angst, Grübeln, innere Getriebenheit oder das Gefühl, ständig auf dem Sprung zu sein.
  3. Rückzug und Erstarrung
    Wenn etwas als überwältigend erlebt wird, kann das System in einen Schutzmodus gehen, der eher abschaltet. Das kann sich zeigen als Leere, Erschöpfung, innere Abwesenheit, Taubheit, Antriebslosigkeit oder das Gefühl, wie hinter einer Glasscheibe zu sein.

Wichtig ist, diese Wechsel passieren oft ohne bewusste Entscheidung. Der Körper bewertet unbewusst, ob Sicherheit da ist. Genau deshalb ist es so hilfreich, das eigene Nervensystem besser kennenzulernen und seine Signale lesen zu lernen. Ich unterstütze dich dabei, diese Reaktionen zu verstehen, frühzeitig zu erkennen und Schritt für Schritt wieder mehr Einfluss darauf zu gewinnen, damit du dich im Alltag sicherer, ruhiger und handlungsfähiger fühlst.

Was chronischer Stress im System verändert

Wenn dein Nervensystem über längere Zeit im Alarm bleibt, wird Selbstregulation oft schwieriger. Durch Prägungen, anhaltenden Stress oder belastende Erfahrungen kann sich das System an dauerhafte Übererregung gewöhnen und verlernt, von allein wieder herunterzufahren. Es bleibt dann in einer chronischen Überaktivierung, obwohl keine akute Gefahr mehr da ist.

Das zeigt sich häufig durch Schlafprobleme, Verspannungen, Verdauungsbeschwerden, Reizbarkeit, starke emotionale Reaktionen, Konzentrationsprobleme oder Erschöpfung. Es ist nicht nur psychisch, sondern eine körperliche Dauerbelastung.

Deshalb braucht es oft ein gezieltes wieder Erlernen. Gehirn und Nervensystem dürfen Schritt für Schritt neu erfahren, wie sich Sicherheit anfühlt und wie Regulation wieder möglich wird.

 

So unterstütze ich die Regulation praktisch

In meiner Begleitung geht es darum, dass du deinen Zustand schneller erkennst und wieder beeinflussen kannst. Wir arbeiten dafür körperorientiert, alltagstauglich und traumasensibel.

Wahrnehmen und Einordnen
Wir schauen gemeinsam, woran du merkst, dass dein System kippt. Im Körper, in Gedanken, in Emotionen und in Impulsen. Du lernst, deinen aktuellen Zustand besser zu lesen.

Beruhigen und Stabilisieren
Wir nutzen unter andre körperorientierte Übungen, die das System in Richtung Ruhe und Sicherheit unterstützen. Zum Beispiel über Atmung, Orientierung, sanfte Bewegung, Stimme und Rhythmus. Ziel ist nicht, etwas wegzumachen, sondern dem Körper wieder ein Gefühl von Sicherheit zu geben.

Ressourcen und Verbindung stärken
Soziale Verbundenheit ist ein Regulationsfaktor. Deshalb geht es auch darum, was dir Halt gibt, was dich erdet und wie du dich wieder mehr im Hier und Jetzt verankern kannst.

Transfer in den Alltag
Wir entwickeln konkrete Schritte für typische Situationen. Damit du nicht nur im Gespräch stabiler wirst, sondern im echten Leben, in Beziehungen, in Stressmomenten, in Trigger Situationen.

Warum das so gut zu meinem Gesamtkonzept passt

Regulation ist die Grundlage, damit andere Schritte überhaupt greifen. Wenn dein Nervensystem wieder mehr Sicherheit erlebt, wird Verarbeitung möglich und Veränderung wird umsetzbar. Deshalb ergänzt dieser Baustein meine Arbeit so sinnvoll, gemeinsam entwickeln wir eine Strategie, damit du dich nachhaltig stabilisierst und innerlich sicherer wirst.

Gemeinsam entwickeln wir eine Strategie, um dein unausgeglichenes Nervensystem zu regulieren.

„Die polyvagale Theorie ist ein Rahmen, der uns hilft, die Rolle des autonomen Nervensystems  bei unseren emotionalen und verhaltensbezogenen Reaktionen auf Stressoren zu verstehen.“

zurück

neuster Blogeintrag

Trauma und innere Anteile – warum manche Reaktionen so stark sind

von Kristin Seidenzahl | 03.Apr..26 | Traumaberatung

Home
Über mich
Blog

  • Folgen
  • Folgen

Kristin Seidenzahl

99092 Erfurt
Asternweg 220

Datenschutz
Impressum